
Konferenzprogramm
Themengebiete und Vorträge
Die Vorträge finden überwiegend in deutscher Sprache statt.
| Titel | Referent | Kurzbeschreibung |
|---|---|---|
| Auf dem Weg zum autonomen Fahren in Europa – Akzeptanz, Regulatorik und Sicherheit | Dr. Patrick Ayad, Global Managing Partner for Sectors, Hogan Lovells Dr. Sebastian Polly, Global Co-Head Automotive and Mobility Sector, Hogan Lovells | Dr. Patrick Ayad und Dr. Sebastian Polly geben einen Überblick zu den aktuellen Herausforderungen und Möglichkeiten bei der Einführung autonomer Fahrzeuge in Europa. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf regulatorischen Rahmenbedingungen, Genehmigungen und Produktsicherheit sowie öffentlicher Akzeptanz und politischen Trends autonomer Fahrzeuge. |
| Die neue EU-Produkthaftungsrichtlinie – Haftungsverschärfungen für Hersteller autonomer Fahrzeuge und deren Zulieferer | Prof. Dr. Benjamin von Bodungen, LL.M. (Auckland), Professor für Wirtschaftsrecht an der Frankfurt UAS sowie Of Counsel, Bird & Bird LLP, Frankfurt am Main | - Signifikante Verschärfung der Produkthaftung von Herstellern autonomer Fahrzeuge und deren Zulieferern durch die neue EU-Produkthaftungsrichtlinie - Haftungserstreckung auf Software und KI-Produkte - Erleichterungen der Anspruchsdurchsetzung durch Beweiserleichterungen für Geschädigte - Neue Verpflichtung von Herstellern zu Offenlegung von Beweismitteln („Disclosure“) |
| Internationale Kooperation – Schlüssel zur schnellen Marktentwicklung für autonome Mobilitätsdienste | Wolfgang Höfs, Mitgründer und Geschäftsführer, triverra GmbH | - Wo stehen wir mit unseren nationalen Regulierungsansätzen im europäischen und internationalen Umfeld? - Wie können wir die unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen verschiedener Mobilitätsdienste im Personen- und Güterverkehr adressieren? - Welchen Nutzen können wir aus Kooperationen auf europäischer und internationaler Ebene erzielen? - Wie können wir in der aktuellen geopolitischen Situation noch international zusammenarbeiten? |
| Anforderungen der EU KI-Verordnung 2024/1689 an KI-Systeme in Kraftfahrzeugen | Martin Huber, Senior Consultant, LawCom.Institute GmbH | Automatisiertes Fahren ist ohne KI-Systeme nicht möglich. Die KI-Verordnung der EU stellt neue Anforderungen an diese Systeme. Es ist notwendig genau hinzuschauen, wie die Anforderungen erfüllt werden und wie der Nachweis in der Fahrzeugzulassung geführt werden kann. |
| Regulatorik und Markteinführung, Hilfsmittel oder Hürde | Henry Kuhle, Leiter Koordinierungsstelle Vernetztes und Automatisiertes Fahren, VDA |
| Titel | Referent | Kurzbeschreibung |
|---|---|---|
| Teleoperation und Teleassistenz – die nächsten Stufen der Fernunterstützung (Teleoperation and Teleassistance – the Next Levels of Remote Support) | Dr. Frank Diermeyer, Senior Academic Counselor, TUM | - Herausforderungen bei der Teleoperation - Aktuelle Teleoperations- und Teleassistenzkonzepte in Forschung und Anwendung - Verantwortung und Haftung bei Teleoperation und -assistenz |
| EU-weit gültige Typgenehmigung für autonomes Fahren: Was geht in Europa? | Dr. Frederic Geber, Rechtsanwalt, POSSER SPIETH WOLFERS & PARTNERS Rechtsanwälte | Immer wieder liest man es: Der europäische Markt ist schwierig für Robotaxis. Vor allem wegen unterschiedlicher Regulierungen zum autonomen Fahren. Anders als in den USA, China oder Abu Dhabi. Aber stimmt das wirklich? Oder könnte man in der EU mit einer EU-Typgenehmigung Robotaxis in allen Mitgliedstaaten fahren? Was geht mit einer EU-Typenehmigung in Europa? Was geht nicht? Dabei stellen sich z.B. folgende Fragen: - Dual Mode: Welchen Nutzen und welche Geschäftsmodelle bietet der dual mode der EU-Typgenehmigung? - Scaling: Inwieweit würde eine EU-Tygenehmigung für autonomes Fahren nur für wenige Fahrzeuge gelten? - Testing: Kann man eine EU-Tygenehmigung für Tests für das autonome Fahren erhalten? - Local operational permit: Braucht man außer der EU-Typgenehmigung noch weitere nationale oder lokale Genehmigungen, wenn man autonome Fahrzeuge einsetzen oder testen möchte? |
| Mobilität von morgen - Neugestaltung von Städten und Infrastrukturen | Prof. Dr. Anne Paschke Professorin für Öffentliches Recht, Technikrecht und Recht der Digitalisierung und Leiterin der Forschungsstelle Mobilitätsrecht, TU Braunschweig | |
| Autonomous Mobility, the "Common Good” | Paul Spaanderman, CEO, Innomo Consulting Kft (Innovation Management) | The regulation complexity impact on development as well as on the processes. How to keep regulations competitive and manageable? |
| Titel | Referent | Kurzbeschreibung |
|---|---|---|
| Aktuelle Wege zur Automatisierung des Straßenverkehrs – Möglichkeiten und Herausforderungen | Richard Damm, Präsident Kraftfahrt-Bundesamt, Chairman der UNECE Arbeitsgruppe GRVA zum automatisierten, autonomen und vernetzten Fahren | - Individuelle Mobilität, ÖPNV und Logistik - Marktsituation global - Regulatorischer Rahmen für Assistenz- und Automatisierungssysteme - Stand der Aktivitäten in Deutschland zu autonomen Fahrzeugen |
| Mobilität der Zukunft - Wie die Energiewende und der Klimawandel die Mobilität beeinflussen | Raymon Deblitz, Managing Director, T&B ChinaConsulting, Mitglied im VDI | - Gesellschaftspolitische Anforderungen, - Evolution der Mobilität - Zukunftsperspektiven |
| Die Implementierung der technischen Innovationen steht im Wechselspiel mit Fragen der Absicherung, Homologation und Zulassung - Fallbeispiele | Prof. Dr.-Ing. Roman Henze - Leiter Institut für Fahrzeugtechnik (IfF), TU Braunschweig | |
| Autonomes Fahren: welche Aufgaben kommen auf Flottenbetreiber zu? | Till Stegemann, Rechtsanwalt bei RÖDL (Senior Associate) | - Eckpfeiler des deutschen Rechtsrahmens zum autonomen Fahren – was sind „ODD“, „Betriebsbereich“ und „Technische Aufsicht“? - Akteure und ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten – Welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten haben Hersteller, Halter, Technische Aufsicht, KBA und Betriebsbereichsgenehmigungsbehörde? - Rolle des deutschen Rechtsrahmens vor dem Hintergrund des sich wandelnden europäischen Rechtsrahmens – verliert die AFGBV an Bedeutung? |
| Der SUE People Mover: Autonom, zukunftsweisend und von Grund auf neu entwickelt für die Mobilität von morgen | Alexander Uedelhoven, Gründer und Projektleiter von SUE | Prokurist, Uedelhoven GmbH & Co. KG | SUE ist ein zukunftsweisender, autonom fahrender und straßenzugelassener People Mover, der von Grund auf neu entwickelt wurde, um die Mobilität von morgen zu gestalten. 100 % designed, developed und Made in Germany. |
| Titel | Referent | Kurzbeschreibung |
|---|---|---|
| Regeln für das vernetzte Fahrzeug – Standards als Schlüssel zur Zukunft der Mobilität | Dr.-Ing. Maximilian Flormann, Institut für Fahrzeugtechnik, TU Braunschweig | - Vernetztes automatisiertes Fahren - Regulierung von Fahrzeugkommunikation - Erprobung von Fahrfunktionen |
| Autonomes Fahren? Aber Sicher! - Sicherheitsnachweise in Entwicklung und Zulassung aus einer metrologischen Perspektive | Dr. Stefan Kothe, des. Leiter der Arbeitsgruppe Metrologie für vernetzte Mobilität, Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) | - Einführung autonomer Fahrzeuge nach europäischem Wertekanon - Die Einführung autonomer Fahrzeuge ist mit Herausforderungen an die Zulassung verbunden - Sicherheitsnachweis muss bei autonomen Fahrzeugen neu gedacht werden - Sicherheit muss effizient und reproduzierbar messbar werden und die Metrologie kann hier einen wichtigen Beitrag leisten |
| Review of SAKURA project: Japanese safety assurance initiative for ADS development | Ph.D. Hiroki Nakamura, Research manager of AD MBD Group, Japan Automobile Research Institute (JARI) | - Development of scenario-based safety assurance framework - Implementation of Scenario Database - Joint effort with manufacturers (JAMA) - Importance of international harmonization |
| SCART: An independent institution for scenario-based type approval in Europe | Prof. Dr.-Ing. Günther Prokop, Professor für Kraftfahrzeugtechnik, Sprecher Smart Mobility Lab, Sprecher SCART – Safety of Connected and Automated Road Traffic, TU Dresden | - SCART als unabhängiges Stakeholder-Netzwerk zur virtuellen, szenarienbasierten Homologation - „Dresdner Methode“ zur Szenariengenerierung und Methodenauswahl - Der Dresden Driving Simulator als zentrales Instrument - Smart Mobility Lab als prototypischer Versuchsaufbau |
| Level 4 trifft GoA 4 – Warum Bahn und Automotive näher zusammenliegen als gedacht | Silvia Thal, Innovation Manager, Siemens Mobility GmbH | Was in Automotive für autonomes Fahren funktioniert, lässt sich in vielen Teilen auf die Bahn übertragen, von ODD/Szenarien bis Safety- und Validierungslogik. In meinem Vortrag zeige ich, wo die Parallelen enden und was es braucht, um KI-basierte Funktionen im Bahnkontext zukünftig belastbar nachzuweisen. Folgendes wird aufgezeigt: - Wie fahrzeug- und infrastrukturbasierte Systeme den Weg zum fahrerlosen Bahnbetrieb ebnen - Welche Automotive-Methoden und Standards (z. B. SOTIF) für Bahnhersteller besonders gut übertragbar sind - Wo Bahn sich grundlegend unterscheidet und was es für den Betrieb und die Zulassung von KI-Systemen benötigt |
| Titel | Referent | Kurzbeschreibung |
|---|---|---|
| Autonom und vernetzt: On-Demand-Mobilität im Spannungsfeld zwischen ‚Robotaxis‘ und ÖPNV | Dr. Lea Decker, Projektmanagerin im Bereich Portfoliomanagement und Strategieentwicklung, New Mobility Solutions Hamburg GmbH | - Einordnung: Autonome On-Demand-Mobilität als Brücke zwischen individuellen, autonomen Ridehailing-Diensten und dem ÖPNV. - Herausforderungen: Rechtliche Grundlage im PBefG für autonome Verkehre ist unklar; komplexe Strukturen zur Integration autonomer ODV in bestehende Verkehrssysteme - Chancen: Beitrag zur nachhaltigen, flexiblen und effizienten urbanen Mobilität durch vernetzte autonome Flotten. - Ausblick: Skalierung von Pilotprojekten und Anpassung regulatorischer Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Integration autonomer On-Demand-Dienste. |
| AD Strategie der Hamburger Hochbahn: Vom Erprobungsbetrieb zum skalier fähigen Regelbetrieb | Ulrike Ulsamer, Leiterin Autonome Mobilität, Hamburger Hochbahn AG | - Kurzvorstellung ALIKE Projekt - Kurzvorstellung 3plus3 und wie die beiden Projekte aufeinander aufbauen - Ausblick Business und Skalierung Hamburger Hochbahn |
| Geschäftsmodelle im Kontext des automatisierten Fahrens | Prof. Dr. David Woisetschläger, Director Institute for Marketing and Innovation, TU Braunschweig | Was bleibt, was wird neu? Die technologische Revolution des automatisierten Fahrens wird bestehende Geschäftsmodelle verändern und neue ermöglichen. Der Vortrag fokussiert auf die zentralen Bereiche des Wertversprechens, der Wertschöpfung und dem Erlösmodell und zeigt exemplarisch Veränderungspotenziale auf, die sich durch das automatische Fahren ergeben. |